London

06. - 09. März 2013

a&k Fachverein - Studienreise London 6. bis 9. März 2013

Achtzehn Architekturinteressierte treffen sich am Donnerstag morgen am Flughafen Zürich, um die grösste Stadt Europas, eines der grossen Finanzzentren und ein Schmelztiegel der Kulturen zu besich­tigen. Ein Jahr nach der Olympiade und nach einem nie da gewesene Wachstum Londons interessiert die Architektur, die noch nie so Aufsehen erregend und abwechslungsreich war, wie heute.

Mit österreichischem Charme empfängt uns Brigitte Jussel, Vorstandsmitglied des a&k Fachverein und lotst uns mit weiblicher Intuition durch Heathrow zum Hotel New Cumber­land an der Bond Street.

City nah gelegen beginnen wir ohne Verzug mit der Stadtbesichtigung: beim Stadtmodell 1:2000 treffen wir die lokale Reiseleiterin, die deutsche Architektin Pia Degenhardt, die in London arbeitet und uns, ausstaffiert mit den neuesten Internas, am Stadtmodell das Reiseprogramm erläutert.

Dann geht es zu Fuss und U-Bahn los entlang wichtiger Stationen der Stadtgeschichte Londons: Barbican Centre von Chamberlin, 1959; Bauten von Nicolas Grimshaw, 2002; Richard Rogers 1986, Norman Foster 2003, und Renzo Piano 2012.

Am nächsten Morgen steht London Riverside und die Vielfalt der durch unterschiedlichste Zeitepo­chen geprägten Architektur am Fluss auf dem Programm: Terry Ferell 1991, Lischutz Davidson 2002, Westminster/Big Ben, David Marks + Julia Barfield architects 200, Royal Festival Hall von 1951, National Theatre 1967-77, Oxo Tower von Lischutz Davidson 1997 und Tate Modern von H&de 2000 sowie die Millenniums Bridge von Foster/Arup 2002.

Das Nachmittagprogramm beinhaltet die Besichtigung von Wohnarealen in den Docklands und von Büros in Canary Wharf in Green­wich: Millennium Dome von Richard Rogers 2000, Wohnungsbau von Ralf Erskine, Metrostation von Aslop Architekts 1998 und von Foster and Partners 1999. Die historischen Cricket Anlagen sind mehrere Male durch verschiedene Architekten wie Michael Hopkins und Nicolas Grimshaw er­wei­tert worden. Der grösste Blickfang ist aber das Media Center von Future Systeme. H&D haben einen neu­en Masterplan für Lord’s entworfen, der auf weitere Verdichtungen abzielt.

Der dritte Tag widmen wir dem  ‚Vibrant East London‘. Nur ein paar Minuten vom Finanzzentrum entfernt liegen Shoreditsch, Spitalfields und Hoxton. Diese Stadtteile bestechen durch Vielfalt, erzeu­gt durch die Niederlassung von kreativen, kleinen Firmen, wo Kunst und Kleidung erworben werden kann und wo man abends auch gerne mal ausgeht. Die renovierten Markthallen von Spitalfield sind hierbei der Hub, der grossmassstäbliche Büros mit einer feinmaschigen Stadtstruktur aus dem 18.Jh verbindet. Alte Möbellager in Shoreditsch finden ihre Umnutzung in kleinen Firmen und Läden. Hier wie in Hox­ton, sind bestehende Gebäude mit einer Wohnetage ergänzt worden - und auch Gallerien und Studios fin­den ein Unterkommen auf den Dächern der alten Industriebauten. Baulücken wurden mit Jungpla­nern auffallend gefüllt.

Am Nachmittag besuchen wir den Olympischen Park, Stratford 1012, Hauptaustragungsort der olym­pischen Spiele, liegt nördlich der Docklands und nahe dem City Airport. In einen grosszügigen Park eingebettet sind hier u.a. das Olympische Stadion, das Aquatics und das Velodrome. Mit lokalen Hochgeschwindigkeitszügen ist das Gelände gut erreichbar und so angebunden, dass es auch zukünftig einen Impuls für die Weiterentwicklung des Stadtteil Hackney`s geben kann. Architektur von Zara Hadid und Michael Hopkins sind zu besichtigen. Wir durchleben den einzigen Wermutstropfen der Reise dank dem hässlichen Regenwetter: der Reisecar, der uns bequem durch das olympische Gelände kutschierte und die englische Tourismusführerin, die fachlich versiert uns informiert, gebeb ihr bestes, nur waren die Scheiben des Cars derart angelaufen, dass man leider gar nichts sah!

Der letzte Morgen am Samstag stand zur freien Verfügung. Am Abend gilt es jeweils die kulinarische Vielfalt Londons zu entdecken.

Als Bilanz kann man feststellen: drei Tage sind für London zu kurz, es war ein schnuppern und neugierig machen, für mehr reichte es nicht. Die unauffällige,  aber effiziente Leitung durch Brigitte Jussel, die uns auch abends nicht im Stich liess und kollegial begleitete, war – wie immer – perfekt und liess nichts zu wünschen übrig.  Sie war auch so flexibel um auf spontane Wünsche der Reisegruppe eingehen zu können. Vielen Dank.


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